Donnerstag, 11. Dezember 2014

Ein Abend unter Fischen - zu Gast im Sea Life Berlin

Ein ganzer Abend unter Fischen? Geht, gar kein Problem, zumindest nicht, wenn man in Berlin lebt. Dabei ist nicht die Rede von Fisch mit oder ohne Gräten mehr oder weniger knusprig auf dem Teller, sondern von Fisch, lebend und schwimmen in einer kunterbunten Vielfalt, mit einer großen Portion Edutainment und mehr als nur einem Spritzer Nachhaltigkeit.



Wo es das alles gibt? Im Aqua Dom & Sea Life Berlin unweit des Alexanderplatzes.

Ich hatte das Glück, beides im Rahmen eines Blogger-Events kennen zu lernen und war positiv überrascht, wie viel mehr als nur Fische im Becken angucken sich dahinter verbirgt. Natürlich gibt es unzählige Arten von Fischen und Wasserlebewesen, aber eben auch noch vieles mehr.

Seit 2003 kann man hier in über 35 Aquarien die Unterwasserwelt kennen lernen und über 5.000 Tiere bestaunen, die in insgesamt knapp 1 Million Litern Wasser schwimmen. (Quelle: Sea Life Berlin)



Hinter dem Eingang in der Spandauer Straße verbirgt sich ein mit viel Informationen gespickter Rundgang durch die Räumlichkeiten, der einen von den heimischen Gewässern über das Mittelmeer und den Atlantik bis hin zum Korallenriff und am Ende in den Aqua Dom führt. In den einzelnen Becken lernt man die Fischarten und Pflanzen des jeweiligen Lebensraumes kennen und erfährt auch weitere Besonderheiten. Ganz generell lebt hier nur zusammen, wer auch in der freien Wildbahn zusammen zu finden ist.



Besonders spannend sind die Bereiche, in denen interaktiv mit den Tieren in Kontakt getreten werden kann.
So durften wir, genauso wie die „normalen Besucher“ in der Bucht er Seesterne einen Seestern streicheln und befühlen, wer dies getan hat, der möchte nie wieder einen getrockneten Seestern als Souvenir kaufen, Dabei lernten wir ganz nebenbei, wo diese Meerestiere ihre Augen und Nasen haben und warum man sie nur an den Armen vorsichtig anfassen sollte.



Ein weiteres Highlight war das Füttern der Rochen mit Makrelen  in der Rochenbucht inklusive einer Erklärung über die Futter- und Fressgewohnheiten der Tiere, deren Kraft beim „Zubeißen“ uns alle überraschte. Wie anmutig sich Rochen durch das Wasser bewegen sieht man, wenn man das mit 280.000 Litern Wasser gefüllte Atlantikbecken durch den Tunnel durchquert, und die Fische nahezu schwebend über einen hinweg gleiten. Sie teilen sich ihr Becken unter anderem mit schnellen Haien, recht imposanten Wrackbarschen und unzähligen Makrelen, die windschnittig durch das Wasser gleiten.
Wie beruhigend es sein kann, Fischen beim Schwimmen zuzusehen merkt man schnell, wenn man sich im Schwarmring befindet. Das blaue Licht, die leise Musik und die gleichmäßigen Bewegungen der Fische, ehe man sich versieht ist man entspannt und hat den Stress des Tages draußen gelassen.


 Am Ende des Rundgangs gibt es im Augenblick noch eine Sonderausstellung über Kraken, hier wird in 2015 eine neue Sonderausstellung eröffnen, mehr wurde dazu leider noch nicht verraten, aber es soll wieder spannend werden.

Danach  überquert man den Innenhof und gelangt in das Foyer des imposanten Aqua Doms, der sich im Innenhof des Radisson Hotels befindet. In dem 25 m hohen riesigen Aquarium leben rund 1.500 Fische aus 100 verschiedene Arten (Quelle: Sea Life Berlin). Mittel eines 2-stöckigen Fahrstuhls fährt man in langsamen Tempo erst hoch und dann wieder herunter und hat dabei einen phantastischen Blick auf die verschiedenen Ebenen des Korallenriffs des Aqua Doms, in denen die unterschiedlichen Fischarten leben. Um die Sauberkeit kümmern sich mehrmals die Woche Taucher, die sich auch täglich um 14 Uhr außer Mittwoch und Sonntag um die Fütterung kümmern.
Dieses riesige Aquarium ist nicht nur von außen imposante, auch die Fahrt mit dem Fahrstuhl ist wirklich beeindruckend, da man unzählige wunderschöne Fische an sich vorbeischwimmen sieht.



Besonders gut gefallen hat mir der nachhaltige Ansatz von Sea Life, auf Missstände im Meer  hinzuweisen und zu versuchen, den Besuchern zu vermitteln, was sie dagegen tun können. Aktuell gibt es einen Raum, der dem Thema „Plastik im Meer“ gewidmet ist und wo sehr anschaulich erklärt wird, warum Plastik für die Meere und ihre Bewohner so eine große Gefahr darstellt.
Darüber hinaus wird auch aktiver Tierschutz betrieben, z.B. mit Haiaufzuchtsprojekten in Zusammenarbeit mit Schulen oder im Rahmen von jährlich wechselnden Naturschutzpojekten.



Neben der Möglichkeit, das Sea Life als normaler Besucher zu begehen gibt es auch Führungen und wechselnde Sonderveranstaltungen, über die man sich auf der Homepage informieren kann. Dort gibt es auch eine Übersicht über die aktuellen Fütterungszeiten.

Ich glaube, im Sea Life hat sich im Laufe der Zeit viel getan, mittlerweile wird großen Wert auf den edukativen Effekt gelegt, mit dem vermittelt wird, warum Meere und Seen ein schützenswerter Lebensraum sind. Und dank der Aufmachung ist das keine langweilige Lehrveranstaltung, sondern ein bunter und informativer Rundgang. Die Mitarbeiter, die ich gestern kennen lernen durfte, waren engagiert bei der Sache und man merkte ihnen ab, wie viel Spaß es ihnen gemacht hat, uns an ihrem Wissen teilhaben zu lassen.



Eine Besuch im Sea Life Berlin ist eine durchaus spannende Unternehmung, für Berliner und Berlinbesucher gleichermaßen und ich bedanke mich sehr für den schönen und sehr interessanten Abend, den ich dort verbringen durfte!

FAKTEN
Sea Life Berlin
Spandauer Straße 3
10178 Berlin
030/300148676



Sonntag, 30. November 2014

eat & STYLE in der Station am Gleisdreieck in Kreuzberg

Auch wenn es jetzt schon ein paar Tage her ist, ich schwelge immer noch in den Erinnerung an all die Köstlichkeiten, die ich im Rahmen der eat & STYLE riechen, schmecken und probieren konnte. Und meine Bewertung kommt erst jetzt, weil ich immer darauf gewartet habe, das sich klärt, was eigentlich meine Entdeckung auf der Messe war, aber da ich im Laufe der Zeit eher unschlüssiger als sicherer werde, warte ich mal lieber nicht noch länger!



Tatort waren die Hallen der Station am Gleisdreieck, eine tolle Location, deren altindustrieller Charme, weite Räume und rauhe Wände schon mal alleine eine ganz wunderbare Atmosphäre schaffen. Die Stände und Bühnen waren auf zwei Hallen verteilt. Bereits draußen wurde man von zwei Street Food Wagen begrüßt und in der vorderen Halle standen zahlreiche Aussteller mit ihren Produkten, von diversen Alkoholica  über Südamerikanische Spezialitäten, Rosenmarmelade über einen großen Yelp-Stand bis hin zur alternativen Kola, hier gab es etwas für jeden und dank der sehr auskunftsfreudigen Menschen dazu konnte man in nullkommanix vom unwissenden Kunden zum faszinierten Genießer werden. Und Dank zwei Veranstaltungsbühnen gab es auch noch die nötige Theorie dazu, so z.B. bei der Perfect Meat Academy. In der zweiten Halle befanden sich weitere Aussteller, dazu jede Menge Street Food Stände, Craft Beer und diverse weitere Bühnen und Sitzplätze, um in Ruhe das erstandene Essen genießen zu können.



Auch sehr spannend waren die zahlreichen angebotenen Seminare und Schulungen, von denen ich die Veranstaltungen zum Craft Beer und Perfect Meat besuchen durfte. Interessant und leckere gab es dabei Wissen zu den speziellen Themen, genussvoll und unterhaltsam aufbereitet von Fachleuten. Man hätte auch unter Anleitung backen können, lernen, wie man perfekte Cocktails mixt, sich Tipps von Köchen geben lassen können und vieles mehr, dank einer riesigen Themenvielfalt hat hier bestimmt jeder Besucher etwas zum Weiterbilden gefunden.

 
Meine ganz persönlichen Favoriten waren:
-          Die leckeren Sandwiches von J. Kinski aus Thüringen, die komplett aus Bio-Zutaten und mit selber gebackenem Brot und mit viel Liebe zubereitet wurden.
-          Die gar nicht seifige Rosenmarmelade von den ganz schrecklich netten Herren von Rosenfeines, die ich verkosten durfte und von der ich direkt etwas mit nach Hause nehmen musste.
-          Der feinperlige halbtrockene Cava und der herrlich erfrischende Weißwein vom Cava Contor.
-          Vodrock und Granit Gin, zwei noch relativ neue Alkoholica, die jeder für sich geschmacklich schon etwas sehr besonderes darstellen und deren Herstellern ich ganz fest die Daumen drücke, dass sie ihre Schätze an den Mann und an die Frau bringen können.



Was mir besonders gut gefallen hat war der Mix aus Ausstellern, Herstellern, Bühnen und Informationsmöglichkeiten. Ich liebe kleine Manufakturen, wo jeder das, was er tut, mit viel Herzblut macht und einem auch direkt noch die Geschichte zum Produkt erzählen kann. Da macht Einkaufen doch gleich viel mehr Spaß!

Und wenn die Macher der eat & Style nächstes Jahr vielleicht ein bisschen mehr Werbung machen, dann kommen zu der Messe noch ein paar mehr Leute, denn so war es eher eine Veranstaltung, auf der Foodlover und Foodies unter sich waren und ich denke, viele Aussteller hätten noch mehr „normale Endverbraucher“ gerne angenommen.


Für mich gilt auch weiterhin: Kleine Läden – große Liebe und ich freue mich schon Mal ein bisschen auf die eat & STYLE im nächsten Jahr!


Montag, 10. November 2014

La Kritzeria - Ein Paradies für Lakritzfreunde im Prenzlauer Berg

Meine absolute Lieblingssüßigkeit ist schwarz, grau oder braun und macht in der Verarbeitung zu Eis nicht unbedingt die sehenswerteste Figur, die Rede ist vom schwarzen Gold oder kurz auch Lakritz genannt. Wenn es dann die Möglichkeit gibt, zu einem Event mit dem Titel: Was ist eigentlich Lakritz? zu gehen, dann ist das für mich quasi so etwas wie eine Pflichtveranstaltung.

Tatort war die La Kritzeria im Prenzlauer Berg, ein kleiner aber feiner und unbedingt besuchenswerter Laden mit sage und schreibe über 300 verschiedenen Lakritzsorten im Angebot, wovon man sich sogar mehr als 150 Sorten selber vor Ort mischen und probieren kann. Stefanie versorgt hier seit 2011 Lakritzfreunde aus Berlin und von überall her. 



Wir fanden uns an einem kühlen Novemberabend in den heiligen Lakritzhallen ein und lernten im Laufe des Abends nicht nur, was Lakritz ausmacht, wie alles hergestellt wird und wo die Süßholzwurzel wächst. Sondern vor allem durften wir herausfinden, wo die größten geschmacklichen Unterschiede bei den gängigen und auch den ganz besonderes Lakritzsorten liegen. Stefanie hatte einen Tisch der Köstlichkeiten vorbereitet und bevor groß geredet wurde hieß es erstmal, essen und schmecken, eine tolle Idee, weil man so hinterher tausend mal besser verstehen konnte, was sie uns erklärt und berichtet hat. Und die Verkostungsauswahl barg sogar noch für echte Lakritzjunkies wie mich die eine oder andere Überraschung und Neuentdeckung, wie z.B. die Mandel im Lakritzmantel oder scharfes Lakritz mit dem Namen Black Metal und in Form von Hardrockguitarren.


Nachdem wir uns durchprobiert und ganz viel rund um Lakritz gelernt hatten, durften wir auch alles andere im Laden näher unter die Lupe und im Fall der unzähligen Lakritzsorten zum Selber mischen auch auf die Zunge nehmen. So konnte man auch mal Dinge probieren, an die man sich sonst vielleicht nie herantrauen würde, wie z.B. mit Schokolade ummantelte Lakritze, die ich wesentlicherer leckerer fand, als ich erwarte hatte.



Die Lakritz im Laden kommen wirklich aus der ganzen Welt und so unterschiedlich wie die Herkunft sind auch die Geschmacksvariante. Im Laden besteht dazu eine eigene Ordnung, so gibt es einen Tisch mit eher mildem süßen Lakritz, weiter über leicht salziges bis hin zu richtig salzigem und ganz separat auch noch fruchtiges Lakritz. Und wenn jemand gar nicht mit der schwarzen Süßigkeit anfangen kann, dann gibt es auch noch eine spezielle Lakritz-Hasser-Mischung, der wohl bisher  noch niemand widerstehen konnte. Und auch für Liebhaber eher flüssiger Formen ist dank verschiedener Lakritzliköre und –schnäpse gesorgt.


Ein wirklich toller Abend inmitten lieber Mitlakritzesser, voll mit geschmacklichen Überraschungen und wunderbar betreut durch die Inhaberin der La Kritzeria, die uns hat an ihrem Fachwissen teilhaben lassen! Man merkt ihr an, sie lebt Lakritz und für sie ist mit diesem Laden ein Traum in Erfüllung gegangen.

Dankeschön an Steffi und Anne, es war ein grandioser Abend!

FAKTEN
La Kritzeria
Stubbenkammerstraße 3
10437 Berlin

http://www.la-kritzeria.de/

Montag, 3. November 2014

Zum Frühstück im Kaffeehaus Mila

Direkt neben dem NH Kurfürstendamm versteckt sich das Kaffeehaus Mila, ein sehr klassisches in rot gehaltenes Kaffeehaus, in dem man von Frühstück über Mittag- bis hin zu Abendessen alles bekommt, was das hungrige Herz begehrt.


Französisches Frühstück

Der Gastraum ist recht groß und bei schönem Wetter gibt es auch die Möglichkeit, auf dem Bürgersteig vor dem Café zu sitzen. Wir nahmen Platz an einem Tisch im Fensterbereich, meine Begleitung saß in bequemer Tischhöhe auf der Bank und ich deutlich zu niedrig auf einem lehnensesselartigen Sitzmöbel, das nicht ganz optimal für den Tisch, dafür aber umso bequemer war.

Flott und freundlich wurden wir vom Service bedient, kurze Zeit nach der Bestellung kamen unsere Getränke und auch das georderte Frühstück ließ nicht lange auf sich warten. Die Croissants waren knusprig locker und das Omelette mit Schinken schmeckte ebenso gut und wurde mit kleinem Brötchenkorb serviert. Der Kaffee, cremig und aromatisch, machte munter und uns glücklich, zumal er mit einem kleinen Glas Leitungswasser serviert wurde.

Die Atmosphäre war mir etwas zu kühl, aber wer klassische große Kaffeehäuser mag, der wird sich hier wohl fühlen.  Mit uns waren nur wenige andere Gäste im Raum, dadurch konnte man sich sehr entspannt unterhalten und der Geräuschpegel war angenehm.

Das Preis-Leistungsverhältnis war absolut in Ordnung.

Ein zentral gelegenes nettes Café für zwischendurch mit freundlichem Service, leckerem Essen und gutem Kaffee.


Besuchenswert sind sicherlich auch die zahlreichen Veranstaltungen, von Schachspielen über Spanischlektionen bis hin zu Musikabenden, auf die ein am Platz ausliegender Veranstaltungskalender aufmerksam macht.

FAKTEN
Kaffeehaus Mila
Grolmanstr. 40
10623 Berlin
030/3133753
http://www.kaffeehaus-mila.de/

Montag, 4. August 2014

TeaTales - Tee aus Berlin

Dass man sich beim Tee trinken ganz vorzüglich Geschichten erzählen kann ist ja an sich nichts Neues, sich aber zum Tee und vom Tee Geschichten erzählen zu lassen, das ist eine ganz wunderbare Idee. Die Umsetzung dazu findet man derzeit im Bikini Haus Berlin in der Box 1. Das Ganze heißt TeaTales und ist ein Ort für alle, die schon begeisterte Teetrinker sind oder zu einem werden wollen. 


 Klar, die Boxen im Bikini sind nicht riesig, aber hier wird das Beste daraus gemacht und neben einer Teebar direkt am Tresen gibt es Regale voller Tee und eine Fläche zum Riechen an den über 20 Sorten, die die TeaTales Macher selber zusammengestellt haben. Diese hören auf so illustre Namen wie „After Berghain“, „Diamonds & Jasmine Pearls“ oder „Detox Day in L.A.“. Eine komplette Übersicht inklusive Geschmacksverweise, Tipps für die Zubereitung und die Inhaltsstoffe findet man auf der Homepage unter Tees. Alle Sorten können im Onlineshop geordert werden.

Wer unschlüssig ist, der lässt sich am besten von den super freundlichen und fachlich kompetenten Teedamen am Tresen beraten, probiert dann erst mal in Ruhe vor Ort und kann dann den in drei Größen angebotenen Lieblingstee direkt mitnehmen, jeweils mit kleiner Geschichte auf der Verpackung inklusive. Die Zutaten haben überwiegend Bio-Qualität und die Preise dafür sind absolut fair.

Den frisch gebrühten Tee gibt es entweder heiß oder kalt, ganz, wie man es gerade möchte und selbstverständlich auch als to go Variante.
  
Was mich bei meinem Besuch fast umgehauen hat, das war die gute Laune von Nina, die zum Gründungsduo von TeaTeales gehört und mit einem Iced Matcha Latte in der Hand selber das beste Beispiel ist, warum man mehr Tee trinken sollte. Ihre Begeisterung für Tee steckt an und wenn ich nicht sowieso schon bekennende Teetrinkerin wäre, spätestens jetzt wäre ich eine geworden.

Für zu Hause mitgenommen habe ich mir einen Ooolong Tee namens "Oolong Divine", der hält, was er verspricht und sicherlich nicht mein letzter dort erstandener Tee bleiben wird.



TeaTales, eine tolle Idee mit liebevollem Design, großer Auswahl und hoffentlich bald einer festen Location in Berlin! Am Tresen kann man mit abstimmen, ob es dafür nach Mitte oder Kreuzberg geht und so alles klappt soll es dort dann direkt nach dem Ende in der Box im Bikini Haus weiter gehen. Ich bin gespannt und wünsche den beiden Machern weiterhin alles Gute und das sie noch viele Leute von Genuss guten Tees überzeugen können!


FAKTEN
TeaTales

bis September noch im Bikini Berlin, Box 1

Dienstag, 29. Juli 2014

Zu Gast im Hanage im Prenzlauer Berg

Wenn ein Event „WTF ist Okonomiyaki?“ heißt, dann gebe ich zu, bin ich wirklich neugierig, auf das, was es dort gibt.

Die Lösung zu der Frage erwartete mich und andere Besucher im Hanage, einem kleinen japanischen Restaurant im Prenzlauer Berg. Hanage, das ist ein bisschen der Running Gag des Inhaberpaares, wie uns verraten wurde, denn das bedeutet Nasenhaar und ist nun eines der wenigen japanischen Wörter, die ich beherrsche und welches ich vermutlich nie wieder vergessen werde.


Der Gastraum ist herrlich schlicht und ein schmaler Schlauch, in den die höchst effiziente kleine Küche als Show Küche integriert wurde. Außerdem gibt es ein paar Außensitzplätze, die bei dem warmen Sommerwetter natürlich alle besetzt waren.


 Wir durften alle innen an einer langen Tafel Platz nehmen und wurden nach zwei köstlichen kleinen Vorspeisen (Edamame und einem kalten Gurken.Algen-Salat) in die Kunst des Okonomiyaki eingeführt. Dahinter versteckt sich eine Art japanischer Superrösti, dessen Basis aus zwei verschiedenen Weißkohlarten besteht und mit Hilfe einer besonderen Teigmischung und ergänzenden Zutaten zu einem ganz wunderbar leckeren Erlebnis wird. Im Laufe des Abends durften wir verschiedene Geschmacksrichtungen mit unterschiedlichen Saucen probieren, am besten schmeckte mir die einfache Variante mit Käse, Mais, hauchdünnen Bonito Flakes und der original Okonomiyaki Sauce. Spannend war aber auch, als wir gegen Ende mit einem Okonomiyaki mit Hackfleisch ein bisschen selber experimentieren durften, hier war mein Favourite eindeutig eine Variante mit Curry Ketchup, etwas scharfer koreanischer Sauce, einem Spritzer Remoulade und dänischen Gurkenscheiben, die zwar schwierig mit Stäbchen zu essen waren, dafür das Geschmackserlebnis aber abrundeten. Zwischendrin gab es für uns Karaage, sehr leckeres frittiertes Hühnchen, unglaublich saftig und wirklich verboten gut.



Dazu gab es für uns diverse kalte Tees, die bei der Hitze, die sogar abends noch herrschte, eine wahre Wohltat darstellten und die man zu dem Essen wirklich empfehlen kann. Darüber hinaus gibt es eine große Auswahl an weiteren Getränken, unter anderem auch lustige Brausegetränke aus Japan, die wirklich mal einen Versuch wert sind.

Den Abschluss bildete ein erfrischend kühles Dessert, nicht zu süß und genau das richtige nach der ganzen vorangegangenen Schlemmerei.



Während des ganzen Abends wurde uns alles rund um die Okonomiyakis vom Inhaber erklärt, hier merkt man, dass jemand wirklich das tut, was ihm Spaß macht. Unterstützt wurde er dabei von seiner reizenden japanischen Frau, die trotz großer Hitze stilecht in einem bewundernswerten Kimono angetreten war.

Was für ein toller, leckerer und vor allem auch informativer Abend. Dafür ein riesiges Dankeschön und ich plane schon den nächsten Besuch, denn die Okonomiyakis sind gar nicht so teuer, wie man jetzt vielleicht denkt und eine wirklich leckere „Fast-Food-Alternative“.


Dankeschön auch an all die lieben Menschen, in deren Runde ich gestern so viel Spaß haben durfte!

Fakten:
Hanage
Pappelallee 19
10437 Berlin
http://hanage.de/

Sonntag, 20. Juli 2014

Zu Gast im La Raclette in Kreuzberg

Vor kurzem führte uns ein Event nach Frankreich in Berlin, ins Restaurant La Raclette in Kreuzberg, passender Weise am Tag des Sturms auf die Bastille, wie uns gleich zu Beginn näher vom Chansonier des Abends en detail erklärt wurde.


Das Ambiente ist reizende, eine Mischung aus Holz, ansprechenden Details und rauhem Backsteinstil, eine gelungene Mischung in einem eher kleinen und sehr gemütlichen Restaurant mit ein paar wenigen Außenplätzen.

Schon von weitem war die Traube von Menschen sichtbar, die sich hier in Hoffnung auf einen schönen Sommerabend eingefunden hatten und durch Anne begrüßt und in den Abend eingeführt wurden.

Neben den wunderbaren französischen Liedern von Jean-Luc, kleinen Erklärungen von Peer und Weinempfehlungen vom Restaurantchef, war der Star des Abends aber eindeutig das 8-gängige Menü, an dem wir teilhaben durften. Ich kann gar nicht sagen, was uns am besten Geschmeckt hat, die würzige lauwarme Porreesuppe, das zart geschmorte Rindfleisch oder die wunderbare Crème brûlée? Oder vielleicht doch eines der anderen servierten Gerichte wie der Lachstartar mit Avocado? Uns wurde eine breitgefächerte Übersicht über die Karte des Restaurants gewährt, die Lust auf mehr macht und die Grundlage für einen erneuten Besuch geschaffen hat.


Dazu gab es an unserem Tisch sommerlich frische Weißweine, kühles französisches Bier, jede Menge gute Laune und kurzweilige Unterhaltung mit den Tischnachbarn.

Herzlichen Dank an Anne und Peer für den tollen Abend, den sie uns bereitet haben. Tolles Essen, nette Menschen und das ganz in einem schönen Ambiente bei gutem Essen, besser geht es kaum!